Wenn Frauen aus der Haft entlassen werden ...

... wartet fast nie jemand auf sie.

Frauen werden sehr viel seltener straffällig als Männer. Straffällig gewordene Frauen werden gesellschaftlich noch weniger toleriert. Sie fallen extrem "aus der Rolle" der angepassten und braven Frau. Schuldgefühle und Scham über die Tat sind daher oft übermächtig.

In der Haft wird die Verantwortlichkeit für das eigene Leben und selbstständiges Handeln nicht zugelassen. Dort ist das Leben zwangsgeregelt. Aber es ist geregelt.

Wie weiter nach der Haft?

Die Anlaufstelle für haftentlassene Frauen existiert seit 1977. Der Kontakt zu den Frauen wird bereits während der Haft aufgebaut. Frauen jeden Alters suchen in der Anlaufstelle Hilfe, etwa 70 Frauen im Jahr. Am Tag der Entlassung werden die Frauen am Gefängnistor abgeholt, und in Übernachtungsmöglichkeiten gebracht. Die Anlaufstelle arbeitet mit zwei Rechtsanwälten und einen Schuldenregulierer zusammen. Kontakt zum Arbeitsamt wird hergestellt.

Die Fragen, die sich bei der Entlassung stellen, werden Punkt für Punkt bearbeitet.

"Das Schlimmste am Gefängnis ist die Entlassung" ist ein geflügeltes Wort in der Anlaufstelle. Wir versuchen dem Neubeginn diesen Schrecken zu nehmen. Mit Erfolg.

Über die Arbeit des "Fördervereins für die Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen" können Sie sich unter www.foerderverein-anlaufstelle.de informieren.

Sie können uns auch durch ihre Online-Spende unterstützen.

Beachten Sie auch unsere aktuellen Jobs.

Ihre Ansprechperson ist:

Almuth Kummerow, almuth.kummerow@awo-frankfurt.de
Telefon 0 69 / 44 89 67, Telefax 0 69 / 49 57 79
Straffälligenhilfe, Mainkursraße 35, 60385 Frankfurt am Main

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