Auf Antrag der Genossin Marie Juchacz beschließt der Parteiausschuss der SPD, eine sozialdemokratische Wohlfahrtspflege einzurichten. Die Arbeiterwohlfahrt, wie die neue Gründung genannt wird, soll den sozialpolitischen Sachverstand und die praktische Erfahrung der Arbeiterbewegung bündeln und die Wohlfahrtspolitik der Republik von Weimar aktiv mitgestalten.
Individuelle Not ist gesellschaftlich verursacht. Der einzelne hat einen Rechtsanspruch auf Hilfe durch den Staat. Staatsorgane haben die Verpflichtung, Notlagen vorzubeugen und sie zu beseitigen. Diese Kerngedanken des "Sozialstaates" vertreten SozialdemokratInnen in allen Parlamenten der Weimarer Republik.
Arbeiterwohlfahrt, das heißt: sozialpolitischer Verband in der SPD und Repräsentant für die Massen der organisierten Arbeiterschaft in Öffentlichkeit und Verwaltung.
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