Wiederaufbau

1945

In Frankfurt ist am 29. März 1945 offiziell der Krieg zu ende. Die Stadt ist ein Trümmerhaufen. 550 000 Einwohner hatte die Stadt vor dem Krieg, bei Kriegsende waren nur noch 269 000. Von den 44 559 Wohngebäuden der Vorkriegszeit sind 26 % völlig zerstört, 27 % schwer und mittelschwer beschädigt, 32 % leicht beschädigt.

Auch der Hunger lässt sich in Zahlen ausdrücken: die tägliche Kalorienzahl der zugeteilten Lebensmittel sinkt bis Ende Mai auf 857. Den notwendigen Verbrauch eines normal körperlich arbeitenden Menschen berechnet man mit 3400 Kalorien. Sammeln, Essen bringen, Kleidung verteilen, Kinderelend lindern, Menschen in Not beraten - die Arbeiterwohlfahrt entsteht wieder, wie die Zufälle es fügen und die Verhältnisse gestatten. In der zerstörten Stadt helfen einzelne Gruppen örtlich begrenzt in unmittelbarer Nachbarschaftshilfe. Das "Kapital" der Arbeiterwohlfahrt sind die Menschen, die inmitten all der Not noch immer und jetzt erst recht Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, eben den demokratischen Sozialismus verwirklichen wollen.

1947

1947 eröffnet die Arbeiterwohlfahrt die "Kindertageserholungsstätte" im Sommerhoffpark. Freiwillige HelferInnen betreuen die blassen und unterernährten Stadtkinder, sorgen für ausreichend Nahrung und Spiel und Spaß an der frischen Luft.

Den ersten Kindergarten eröffnet die Arbeiterwohlfahrt in der Humboldtstraße im Nordend. Im Riederwald entsteht in Selbsthilfe ein Haus der Arbeiterwohlfahrt mit einem Kindergarten, einer Nähstube, einer Beratungsstelle, einer Ausgabestelle für Kleidungs-, Brennstoff- und Nahrungsmittel in der Max-Hirsch-Straße. 

Mehr über Aufbau und Verfolgung, Wiederaufbau, Ausbau der Arbeiterwohlfahrt, 70er und 80er Jahre und Arbeit im Neuen Jahrtausend.

In Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.

zurück

 Ältere Generation
 Kinder und Jugendliche
 Besondere Lebenslagen
 Projekte
 Bildung