Pressemitteilung

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Prozessauftakt am Arbeitsgericht gegen Akteure des "System Richter"

Im Zuge der Aufarbeitung der Affäre um den ehemaligen Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main e.V., Jürgen Richter, geht die AWO einen weiteren, wichtigen Schritt mit Signalwirkung: Am Freitag, den 10.06.2022, beginnen die Gerichtsverhandlungen zur Schadensersatzklage gegen die Akteure des „System Richter“.

Verhandelt wird eine Schadensersatzklage gegen Jürgen Richter, die in der Zwischenzeit um weitere Beklagte erweitert wurde: Panagiotis Triantafillidis, Hannelore Richter, Kerstin Böttger-Keppler sowie Ansgar Dittmar. Gegenstand der Klage sind beträchtliche Summen, um die sich die genannten Personen bis zur Aufdeckung der Ereignisse im Herbst 2019 bereichert und damit der AWO Frankfurt beträchtlichen Schaden zugefügt haben.

„Die Selbstbereicherung durch Richter und seine Vertrauten hat tiefe Löcher gerissen; nicht nur in das Vertrauen in unseren Sozialverband, sondern auch in unsere Mittel, mit denen wir unsere Arbeit tun.“, stellt der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter AWO Steffen Krollmann fest und fügt hinzu: „Schon im Interesse aller Geschädigten gehen wir diesen Weg, damit wir auch künftig das tun können, was uns am Herzen liegt: für die Menschen der Region da zu sein.“

Die Verhandlung ist der nächste Schritt im schon letzten Jahr eingeschlagenen Kurs, die juristische Aufarbeitung mit aller Konsequenz voranzutreiben. Sie wird am Arbeitsgericht Frankfurt am Main bearbeitet und am 10.06.2022 im Raum C3.10 um 11:20 Uhr öffentlich verhandelt. Der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main e.V. wird vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. jur. Pflüger.

„Wir haben unsere Handlungsfähigkeit aus eigener Kraft erhalten, konnten Hunderte von Arbeitsplätzen vor der drohenden Insolvenz bewahren und haben wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.“, gibt Axel Dornis, Finanzvorstand der AWO Frankfurt, zu bedenken, „Diese Schadensersatzklage ist für uns ein wichtiger nächster Meilenstein, um das Fehlverhalten der ehemaligen Akteure zu regulieren und die dadurch verursachten Missstände verschiedenster Art zu kompensieren.“

Die AWO Frankfurt sichert sich heute umfangreich mithilfe von Corporate Governance-Instrumenten und Compliance-Regeln dagegen ab, dass eine Misswirtschaft wie die ihres früheren Chefs zukünftig nicht mehr möglich sein wird. Der Auftakt der Klageverhandlung am Freitag ist ein weiterer, bereits vor einiger Zeit sorgfältig vorbereiteter Schritt für einen Teilausgleich des verursachten Schadens.

PRESSEKONTAKT
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Tel.: 069 / 298901612
E-Mail: mario.lubrich@awo-frankfurt·de

Vertretungsberechtigter Vorstand: Steffen Krollmann (Vorsitz), Axel Dornis

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