Erzähl‘ mir von der Eintracht

, 14:06

Ein Tag lebendiger Erinnerungen: Das Eintracht Frankfurt Museum war kürzlich zu Gast im Johanna Kirchner Altenhilfezentrum im Gutleut. Das Team der SGE ließ gemeinsam mit den Bewohnenden Geschichte wieder lebendig werden.

Museumsleiter Matthias Thoma brachte alles mit, was nötig ist, um ein Feuerwerk an Erinnerungen auszulösen: Etwa den Europa-League-Pokal von 2022, den Ball der Champions-League-Runde 2025/2026 und einen von "Alex Meier Fußball-Gott" persönlich getragenen Schuhen – alles, zum Anschauen, Anfassen und Bestaunen. Sogar das Eintracht-Stadion selbst war mit im Gepäck: Besuchbar mittels Virtual-Reality-Brille. Die Geschichtsschau war durchzogen von einer Unmenge an Anekdoten und nicht zuletzt diese sorgten dafür, dass schnell mehr daraus wurde.

„Viele Bewohnende von Pflegeeinrichtungen sind von Demenz betroffen. Da sind Dinge aus der Vergangenheit wichtig, und die Eintracht ist ein Element.“, sagt Dirk Barth, Mitarbeiter der AWO Frankfurt. Er hat die Eintracht ins „Joki“ eingeladen.

Der gemeinsame Tag beweist die Behauptung, denn schnell kehrten bei den AWO-Mitarbeitenden und Bewohnenden die eigenen Erinnerungen an viele Jahre Eintracht-Geschichte zurück. Hier entfaltete sich die besondere Magie des Fußballclubs: Günther Hutzelmann etwa kam im Eintracht-Trikot, das er zum 89. bekommen hatte. „Ich war Radrennfahrer bei der Eintracht“, erzählt er, „Mehrmals Frankfurter Meister!“

Ernst Dücker, 90 Jahre, erlebte das Eintracht-Stadion auf besondere Weise als es 1959 mit 81.000 Besuchern so voll wie nie wieder war. „Ich stand auf dem Dach!“, ruft er in die Runde und auf die Frage, wie er da hochgekommen sei antwortet er: „Übern Zaun!“.

Keine Frage: Alle Anwesenden an diesem Tag teilten gemeinsam die gleiche Leidenschaft und Begeisterung des Moments. Die AWO Frankfurt und insbesondere das Team des Johanna Kirchner Altenhilfezentrums bedanken sich noch einmal recht herzlich beim Eintracht Frankfurt Museum für den Besuch, der bei allen Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben wird.