„Den Koffer packen, den Alltag hinter sich lassen und für ein paar Tage in eine ganz andere Welt eintauchen – diese besondere Erfahrung organisierte die AWO für die Schüler*innen der Ernst-Reuter-Schule II in deren Osterferien. Ihr Ziel: das Selterbachhaus, ein idyllisch gelegenes Selbstversorgerhaus, das schnell zum lebendigen Mittelpunkt der gemeinsamen Tage wurde. Von hier aus startete die Gruppe zu ihren abwechslungsreichen Unternehmungen rund um Bad Urach auf der Schwäbischen Alb – einer Region, die mit ihrer eindrucksvollen Landschaft, dem charmanten historischen Stadtkern und einer markanten Burgruine begeistert.
Doch nicht nur über der Erde gab es viel zu entdecken: Die Schwäbische Alb gehört zu den höhlenreichsten Gebieten Europas. So stand auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Highlight auf dem Programm – die Erkundung von drei Höhlen mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Begleitet von zwei Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe wagten sich die Schülerinnen Schritt für Schritt tiefer in die faszinierende Unterwelt vor.
Den Auftakt bildete die Laichinger Tiefenhöhle, in der es über zahlreiche Stufen rund 50 Meter hinab in die Erde geht. Beeindruckende Felsformationen und weitläufige Hallen boten einen ersten Vorgeschmack auf die geheimnisvolle Welt unter Tage. Deutlich abenteuerlicher wurde es anschließend in der Gustav-Jakob-Höhle: Enge Gänge, niedrige Decken und schmale Felsspalten verlangten den Teilnehmerinnen einiges an Beweglichkeit und Mut ab – kriechend und tastend ging es Stück für Stück voran.
Den Höhepunkt der Reise bildete schließlich die Falkensteiner Höhle, eine aktive Wasserhöhle, die nur mit spezieller Ausrüstung begehbar ist. Ausgestattet mit Neoprenanzügen kämpfte sich die Gruppe durch eiskaltes Wasser, dunkle Passagen und anspruchsvolle Hindernisse. Besonders eindrücklich: Wer mutig ist darf durch einen 3 Meter langen Siphon tauchen.
Neben den unterirdischen Abenteuern kamen auch die landschaftlichen und kulturellen Eindrücke nicht zu kurz. Wanderungen zu den Uracher Wasserfällen, einer Burgruine sowie ein Bummel durch die historische Altstadt von Bad Urach rundeten das Programm ab und boten Gelegenheit, die Erlebnisse gemeinsam Revue passieren zu lassen.“
